FP-Frauen befragten Ferrero-Waldner

14. April 2004, 19:05
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VP-Kandidatin spricht sich gegen "halbe-halbe" aus und will Kinderbetreuung steuerlich absetzbar machen

Wien - Wie steht VP-Präsidentschaftskandidatin Benita Ferrero-Waldner zu frauen- und familienpolitischen Themen? Diesen Fragen ging die Initiative Freiheitlicher Frauen Wien (IFF) am Dienstagabend bei einem Podiumsgespräch mit der VP-Kandidatin nach. Das Gesprächsklima war erwartungsgemäß freundschaftlich, am Ende wurde viel Übereinstimmung festgestellt.

Die Fragen wurden von FP-Generalsekretärin Magda Bleckmann gestellt, nach der Stellungnahme Ferrero-Waldners erläuterte Sozialstaatssekretärin Ursula Haubner die entsprechenden FP-Positionen.

Gegen "halbe-halbe"

Beim Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie hielt die Außenministerin fest, hier seien die Männer ganz bewusst aufgerufen, mitzutun. Es sei wichtig, sich in einer Partnerschaft gegenseitig zu helfen und zu unterstützen. Für sie heiße das aber "nicht halbe-halbe", es gehe ihr um einen "vorsichtig, behutsamen" Ansatz, so Ferrero-Waldner.

Haubner: "Die Männer haben ihre Verantwortung wahrzunehmen." Es bedürfe aber noch sehr viel an Bewusstseinsbildung. Ihre Forderung nach einer steuerlichen Absetzbarkeit der Kinderbetreuung wurde von Ferrero-Waldner voll unterstützt. Dafür trete sie schon seit Jahren ein. Das würde nicht nur den Müttern helfen, sondern auch Jobs kreieren, meinte Ferrero-Waldner. Bleckmann fügte hinzu, sie hoffe, dass sich die Frauen in der Regierung durchsetzen werden.

"Ganz großes Anliegen"

Die Aufwertung der Familienarbeit sei ihr ebenfalls ein "ganz großes Anliegen", versicherte Ferrero-Waldner auf eine andere Frage. Hier sei schon einiges passiert, diesen Weg gelte es weiter zu gehen. Nicht ganz so sattelfest zeigte sie sich beim Thema frauenspezifische Gesundheitsvorsorge. Hier verwies Ferrero-Waldner auf die im Publikum anwesende Frauenministerin Maria Rauch-Kallath (V). (APA)

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