Oberbefehl: Mehr Geld fürs Heer

14. April 2004, 18:32
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Ferrero-Waldner betont sicherheitspolitische Aufgabe als Präsidentin

Wien - Verteidigungsminister Günther Platter hätte kein Problem damit, dass die Soldaten des Bundesheeres unter dem Oberbefehl einer Frau stünden, wenn seine ÖVP-Parteifreundin Benita Ferrero-Waldner gewählt würde: "Es ist Zeit für eine Frau als Oberbefehlshaberin."

Diese vertritt schon jetzt jene Anliegen, die aus Sicht der Soldaten zu wenig berücksichtigt werden: "Ich würde mich als Oberbefehlshaberin jedenfalls dafür einsetzen, dass das Bundesheer in unserer Gesellschaft jenen Stellenwert bekommt, den es verdient." Und zum Stellenwert gehört für Ferrero-Waldner natürlich auch der Geldwert: Sie würde dafür eintreten, dass das Heer ausreichend Mittel bekommt, um die nationalen und internationalen Aufgaben "angemessen" erfüllen zu können. Dann noch eine Artigkeit in Richtung der Reformkommission von Helmut Zilk und dann wieder eine Menge Außenpolitik, in der sich die Ministerin am meisten daheim fühlt.

In der gemeinsamen Pressekonferenz mit Platter verweist sie auf die von ihr "persönlich initiierte regionale Partnerschaft" und die Zusammenarbeit zwischen Außen- und Verteidigungsministerium: "Es freut mich, dass die Länder Mitteleuropas über Betreiben von Minister Platter auch auf militärischem Gebiet immer enger zusammenarbeiten. In Bosnien und Herzegowina wird es schon bald zu einem gemeinsamen Einsatz slowenischer und österreichischer Soldaten kommen." (DER STANDARD, Printausgabe, 14.4.2004)

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