Österreichs Außenhandel schwächer

16. April 2004, 14:00
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Exporte und Importe sinken - Deutscher Handel boomt hingegen

Wien/Wiesbaden - Österreichs Außenhandelsbilanz wies im Jänner 2004 einen leicht positiven Saldo von rund 100 Millionen Euro auf. Dahinter stehen aber sinkende Export-und noch stärker sinkende Importzahlen. Laut Statistik Austria wurden im Jänner Waren im Wert von 6,29 Mrd. Euro ausgeführt, um 1,5 Prozent weniger als im Jänner 2003.

Die Importe gingen um 3,1 Prozent auf 6,19 Mrd. Euro zurück. Nur im Handel mit den EU-Mitgliedsstaaten stiegen die Exporte um 2,2 Prozent auf 3,98 Mrd. Euro, die Importe sanken dagegen um 3,6 Prozent auf 4,04 Mrd. Euro.

Deutsche Exporte stiegen

Zum Vergleich: Die deutsche Wirtschaft hat im Jänner beim Handel mit den Ländern der Eurozone erneut überdurchschnittliche Zuwachsraten verzeichnet. So stiegen die Exporte in die Eurozone um 7,7 Prozent im Vergleich zum Jänner 2003. Auch die Importe legten um fast sieben Prozent zu. Insgesamt sanken die deutschen Einfuhren im Jänner zum Vorjahr hingegen um 2,7 Prozent.

Insgesamt führten die deutschen Unternehmen Waren im Wert von 55,7 Milliarden Euro und damit 4,4 Prozent mehr aus als vor einem Jahr.

Niederländer kaufen

Besonders kräftig wuchs der Export in die Niederlande, der mit einem Wert von 3,5 Milliarden Euro fast zehn Prozent über dem Vorjahresniveau lag. Auch nach Italien exportierte Deutschland mit 4,3 Milliarden Euro über sieben Prozent mehr. (DER STANDARD Printausgabe, 14.4.2004, APA, Reuters)

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