ÖVP weist "Sexclub"-Vorwürfe zurück

16. April 2004, 16:49
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Lopatka: Außenministerium nur "Postfach" für Innenministerium - Showtänzerinnen-Erlass "sachlich gerechtfertigt"

Wien - VP-Generalsekretär Reinhold Lopatka weist die Vorwürfe der SPÖ zum "Showtänzerinnen-Erlass" des Außenministeriums an die Botschaften zurück und spricht von "Verunglimpfungen". Erstens sei das Außenministerium in diesem Zusammenhang nur ein "Postfach" für das Innenministerium gewesen. Zweitens sei es "äußerst fragwürdig", wenn Bures von "Sexclubs" spreche und einen Bezug zur Prostitution herstelle. Es existiere eine bewusste Unterteilung zwischen Prostituierten und Showtänzern, betonte Lopatka am Dienstag in einer Aussendung.

Als Grund für den Erlass des Innenministeriums nennt Lopatka, dass unter bestimmten Umständen sowohl Showtänzer als auch Prostituierte einen Aufenthaltstitel nach dem Fremdengesetz erhalten können. "Das ist sachlich gerechtfertigt, weil man dadurch ein Abgleiten in vollkommen ungeregelte Grauzonen und in die Illegalität verhindert", so der VP-Generalsekretär. So bleibe ein Grundmaß an Kontrollfähigkeit erhalten.

Der SPÖ gehe es offenbar einzig und allein darum, VP-Präsidentschaftskandidatin Benita Ferrero-Waldner zu verunglimpfen. Dies sei ein Beweis für die Nervosität der SPÖ. Lopatka: "Heinz Fischers Vorsprung schwindet, und nun probiert man eben, einen Wahlsieg von Dr. Benita Ferrero-Waldner mit allen Mitteln - seien sie fair oder nicht - zu verhindern." (APA)

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