Heute: Inter letzte Hoffnung der italienischen Europacup-Starter

14. April 2004, 23:34
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Mailänder müssen daheim gegen Marseille 0:1 aufholen - Valencia im Freudentaumel

Wien - Angst vor der totalen Pleite in Italien, Hochstimmung in Valencia und schottische Pilgerfahrt nach Villarreal: Die Viertelfinal-Rückspiele im Fußball-UEFA-Cup am Mittwoch Abend versprechen Emotionen und Spannung pur. Während mit Inter Mailand der letzte im Europacup verbliebene Serie A-Verein gegen Austria-Bezwinger Olympique Marseille um die Fußball-Ehre der Azurri kämpft, kennt die Euphorie um den neuen spanischen Tabellenführer FC Valencia keine Grenzen.

Rotation als Erfolgsprinzip bei Valencia

"Wir dürfen uns der Euphorie nicht hingeben", warnt jedoch Valencias Mittelfeldspieler David Albelda nach dem Sturz von Real Madrid in der Primera Divison bzw. vor der Partie gegen Girondins Bordeaux. Die Spanier beginnen vor eigenem Publikum gegen die auswärts noch ungeschlagenen Franzosen mit einem 2:1-Vorsprung aus dem Hinspiel. Die Gäste beklagen außerdem den Ausfall von gleich vier Spielern. Das Erfolgsrezept von Valencia-Trainer Rafael Benitez ist die ständige Rotation. "Bei Real spielen immer dieselben Spieler. Fußballer sind halt keine Maschinen", analysiert Albelda die 0:3-Heimschlappe des Weißen Balletts am Wochenende, die Valencia nun sogar zum spanischen Titelfavoriten machte.

Little Glasgow in Spanien

Auf ein weiteres Wunder hofft der FC Villarreal, der nach Galatasaray Istanbul und AS Rom mit Vorjahresfinalist Celtic Glasgow die dritte Top-Klub aus dem Bewerb werfen will. "Villarreal wird ein kleines Glasgow sein", schrieb "Marca" angesichts der 11.000 Schotten, die in der nur 42.000 Einwohner zählenden Stadt erwartet werden. Bisher erhielten die Gäste rund 4.000 Karten. Doch die Spanier befürchten, im eigenen Stadion trotz horrender Schwarzmarktpreise ein Auswärtsspiel bestreiten zu müssen.

Inter läuft Rückstand nach

Auf die Unterstützung seines Anhangs baut Inter. "Wir wissen, dass es nicht leicht wird, aber wir haben es in der Hand. Wir müssen ein frühes Tor erzielen. Mit Hilfe unserer Fans werden wir es schaffen", prophezeit Inter-Stürmer Obafemi Martins, das 0:1 von Marseille noch zu korrigieren. Fraglich ist noch der Einsatz von Teamstürmer Christian Vieri, der am Rand des Liga-Spiels in Perugia von einer Flasche am Kopf getroffen wurde. In die Elf zurück kehrt Alvaro Recoba, der zuletzt verletzt war. Bei den Südfranzosen, die in der Champions League-Quali Austria eliminierten, ist Top-Stürmer Didier Drogba nach der dritten gelben Karte gesperrt.

Spannung im St. James' Park

Ein spannendes und enges Spiel verspricht Newcastles Coach Bobby Robson den Fans im St. James' Park gegen PSV Eindhoven. Auch PSV-Trainer Guus Hiddink sieht Chancen für seine Elf: "Mit dem 1:1 ist noch nichts entschieden. Wir werden hart für unsere Chance kämpfen." Für einen kleinen Wermutstropfen sorgte jedoch Teamspieler Arjen Robben, den Hiddink fest eingeplant hatte. Der Flügelstürmer verletzte sich bei seinem Comeback am Wochenende erneut und fällt für weitere sechs Wochen und damit eventuell sogar für die EM-Endrunde in Portugal aus.(APA/dpa)

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