AT&S plant große Investitionen in heimische Standorte

20. April 2004, 12:23
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Dörflinger: 10 Mio. Euro oder mehr - "Werke technologisch absichern" - Auftragslage gut

"Das neue Geschäftsjahr fängt gut an, wir sind in allen Werken ausgelastet", so AT&S-Vorstandsvorsitzender Willi Dörflinger am Dienstag im obersteirischen Leoben-Hinterberg. In Hinblick auf die Standortfrage habe man beschlossen, rund zehn Mio. Euro zu investieren, es könnten aber durchaus mehr werden, so Dörflinger. Es gehe darum die österreichischen Standorte technologisch abzusichern. Besonders in Leoben-Hinterberg werde es einiges an Investitionen in Richtung neuer Mobilfunkfunktionen geben, "sozusagen alles rund ums Handy".

Geldfluss von mehreren Mio. Euro

Im Werk im oststeirischen Fehring werde man in flexible Schaltungen investieren. In Leoben-Hinterberg würden die neuen Mobiltelefon-Funktionen forciert, mit komplexeren Leiterplatten. Für diesen Standort bedeute dies einen Geldfluss von mehreren Mio. Euro, so Dörflinger. Was das Werk Klagenfurt betreffe, so laufe dieses von Monat zu Monat besser. Der Technologiewechsel im Mobiltelefoniebereich mache Investitionen notwendig. Derzeit befinde man sich in Kalkulation, was wo investiert werde.

Stufe 3

In den chinesischen Werken stehe man derzeit in der dritten Investitionsstufe, die dann im Juni abgeschlossen sei. Dann stünden die neuen Kapazitäten zu hundert Prozent zur Verfügung. Man überlege auch weitere technologische Aufrüstungen in China und eventuell den Bau eines weiteren Werkes am bekannten Standort in Schanghai.

In Hinblick auf die Auftragslage sehe es derzeit so aus, als ob man den seit Jahren im April/Mai zu erwartenden Einbruch diesmal vermeiden könne. Zu dieser Zeit seien die Lager der Handy-Hersteller oft noch voll gewesen und habe das Weihnachtsgeschäft nicht den Erwartungen entsprochen. "Dies scheint nach den bisherigen Meldungen heuer nicht so zu sein", so Dörflinger zur APA. (APA)

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