"Umvolkungs"-Debatte: Strache bekräftigt Unterstützung von Gudenus

15. April 2004, 17:39
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Österreicher und Wiener sollten "nicht zur Minderheit" werden

Wien - Wiens FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache hat am Dienstag erneut den Obmann des Ringes freiheitlicher Jugend (RFJ), Johann Gudenus, und dessen Warnung vor einer "Umvolkung" verteidigt. Über den Begriff könne man diskutieren, "aber was wir wollen, ist, dass in Österreich und gerade in Wien die Österreicher nicht zur Minderheit werden", so Strache in einer Pressekonferenz.

Gudenus habe etwa thematisiert, dass in Klassen mit 30 Schülern nur mehr drei oder vier österreichische Kinder sitzen: "Wir haben heute die Situation, wo die Stadtregierung von Integration schwafelt, wir aber eine De-Integration erleben." Österreichische Schulkinder müssten sich zum Teil bereits an Zuwandererkinder anpassen.

Der Begriff der "Umvolkung" stamme aus der NS-Zeit, und was damals passiert sei, sei "zutiefst verwerflich", Strache erinnerte an Bestrebungen, die "angestammte Bevölkerung" auszutauschen. Gudenus habe gemeint, dass es auch heute Politiker gebe, "die nach diesen verwerflichen Kriterien Politik machen", so Strache. Er habe dies "kritisch und überzeichnend" zum Ausdruck gebracht.

Strache verwies auf die "Masseneinbürgerungen", die seiner Ansicht nach derzeit in Wien vorgenommen werden. Sobald er "etwas zu sagen habe", werde er sich ansehen, ob die Verleihungen der Staatsbürgerschaft nicht gesetzeswidrig zu Stande gekommen sind, betonte der Wiener FP-Chef. (APA)

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