Dachgeschoss-Brand in Graz forderte 13 Verletzte

14. April 2004, 09:58
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Feuerwehr rettet um Hilfe schreiende Menschen mit Drehleitern

Ein Brand in einem einstöckigen Haus in Graz mit ausgebauten Dachgeschoss am Dienstagmorgen hat 13 Verletzte gefordert. Die Grazer Berufsfeuerwehr bekämpfte das Feuer mit rund 50 Mann und einem Dutzend Fahrzeugen, mehreren Bewohnern des Dachgeschosses war der Weg ins Freie durch die Flammen versperrt. Die Feuerwehr rettete elf Menschen über Drehleitern bzw. durch einen Stiegenausgang. Im Erdgeschoss des Hauses in Graz-Gösting befinden sich die Räumlichkeiten der bekannten Eisstockfirma Ladler.

Das Feuer sei gegen 3.30 Uhr aus noch unbekannter Ursache im westlichen Teil des Dachgeschosses ausgebrochen und habe sich schnell über die gesamte Etage durchgefressen", so der Einsatzleiter, Karl Gruber zur APA. "Als wir eingetroffen sind, haben mehrere Menschen aus den Fenstern um Hilfe geschrieen, aus anderen Dachfenstern im westlichen Teil des Hauses drang bereits dichter Rauch", so Gruber. Einige wollten sich bereits selbst abseilen, schilderte der Feuerwehrmann. Man habe die Menschen dann mit Drehleitern geborgen. Ein Mann sei nur mit Unterhose bekleidet herausgeholt worden, seine Brandverletzungen am Rücken habe die Feuerwehr bis zum Eintreffen des Roten Kreuzes notdürftig versorgt. Die anderen zehn Hausbewohner wurden von Roten Kreuz versorgt.

Schwierige Brandbekämpfung

Die Brandbekämpfung habe sich sehr schwierig gestaltet, da das Haus in der Schippingerstraße verwinkelt und verschachtelt gebaut sei. Seine Leute hätten mit schwerem Atemschutz vorgehen müssen, zwei Florianis erlitten dabei selbst leichte Rauchgasvergiftungen, sagte Gruber. Gegen 6.00 Uhr habe man aber "Brand aus" geben können, bis Mittag würden noch Aufräum- und Sicherungsarbeiten durchgeführt. Im Dach sei auf einigen Quadratmetern eine Zwischendecke eingebrochen. Der erste Stock und das Erdgeschoss - in dem sich die Eisstockfirma Ladler befundet, sei wahrscheinlich durch Löschwasser in Mitleidenschaft gezogen worden, erklärte Gruber. (APA)

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