Verbindung zwischen Anschlägen in Madrid und Marokko

13. April 2004, 19:23
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Sechs mutmaßliche Terroristen in Frankreich in Untersuchungshaft

Paris - Die bei Paris verhafteten moslemischen Extremisten haben nach Presseinformationen einen Mann beherbergt, der von der spanischen Polizei wegen der Anschläge von Madrid gesucht wird. Damit stelle die aufgedeckte Pariser Zelle eine Verbindung zwischen den Blutbädern von Madrid im März 2004 mit 191 Toten und Casablanca im Mai 2003 mit 45 Toten her, berichtet die französische Zeitung "Le Parisien" am Dienstag.

Untersuchungshaft in Frankreich

Sechs mutmaßliche Mitglieder der Islamischen Gruppe Marokkanischer Kämpfer (GICM) waren in der Osterwoche in Paris in Untersuchungshaft genommen worden. Drei von ihnen hätten zugegeben, einen von Madrid gesuchten Mann beherbergt zu haben, schreibt die Zeitung. Drei der Pariser GICM-Aktivisten werden von den marokkanischen Behörden wegen der Anschläge von Casablanca gesucht. Die GICM-Zelle habe Geld von Werkstätten und Lebensmittelgeschäften gesammelt und an GICM-Vertreter in Belgien geschickt, die es nach Marokko weitergeleitet hätten. (APA/dpa)

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