Syrien geht gegen Kurden vor

16. April 2004, 15:23
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Menschenrechtsgruppe: Zwei Menschen nach Folterungen im Gefängnis gestorben

Damaskus - Die syrischen Behörden gehen nach Angaben einer Menschenrechtsorganisation mit Massenverhaftungen und anderen Repressalien gegen die kurdische Minderheit vor. Rund 1.000 Kurden seien in den vergangenen Tagen verhaftet worden, viele von ihnen seien in der Haft gefoltert worden, berichtete das Komitee für die Verteidigung Demokratischer Freiheiten und Menschenrechte in Syrien in einer am Montag veröffentlichten Erklärung.

Der Vorsitzende Aktham Naisse sagte, zwei junge Kurden, Firhad Mohammed Daud und Hussein Hmak Nassom, seien im Gefängnis nach Folterungen gestorben. Ein Mitglied der Kurdischen Demokratischen Partei, Faisal el Yussef, bestätigte den Tod der beiden. Syrische Stellen waren für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Im vergangenen Monat waren bei Unruhen im Norden Syriens 25 Menschen getötet und mehr als 100 verletzt worden. Zu den Zusammenstößen mit der Polizei kam es nach einer Schlägerei zwischen Fußballfans in Qamishlo (Kamishli), die Ausschreitungen griffen dann auf andere Orte über. Syrien und andere irakische Nachbarn mit kurdischen Minderheiten sind darüber besorgt, dass die Kurden wie ihre Landsleute im Nordirak mehr Autonomie einfordern könnten. (APA/AP)

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