Mitsubishi und DaimlerChrysler einigen sich auf Sanierung

21. April 2004, 14:01
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500 Milliarden Yen für den japanischen Autokonzern

Tokio - Die japanische Mitsubishi Motors Corporation und ihr größter Anteilseigner DaimlerChrysler haben sich laut einem Zeitungsbericht auf einen zweistufigen Sanierungsplan für den angeschlagenen japanischen Autoherstellers geeinigt. Mitsubishi Motors soll in den kommenden Jahren rund 500 Milliarden Yen (rund 3,9 Milliarden Euro) erhalten, hieß es in einem Bericht der japanischen Zeitung "Nihon Keizai Shimbun" vom Wochenende unter Berufung auf informierte Kreise.

Noch in diesem Jahr werde Mitsubishi Motors mit einer Kapitalspritze zwischen 320 und 370 Milliarden Yen unterstützt. DaimlerChrysler (Anteil: 37 Prozent) soll dem Bericht zufolge zwischen 200 und 250 Milliarden Yen (1,56 bis 1,95 Milliarden Euro) zuschießen. Die restlichen 120 Milliarden Yen sollen vom Mitsubishi-Konzern kommen.

In einem zweiten Schritt soll der deutsch-amerikanische Konzern - abhängig von den Sanierungsfortschritten bei dem fünftgrößten japanischen Autobauer - noch einmal bis zu 150 Milliarden Yen (rund 1,17 Milliarden Euro) bereitstellen. Zudem wolle DaimlerChrysler im Rahmen des Sanierungsplans die Mehrheit an Mitsubishi Motors übernehmen, berichtete die Zeitung. Außerdem sollen bei der staatlichen Entwicklungsbank sowie andere Finanzinstituten Finanzhilfen für Mitsubishi Motors zwischen 130 und 180 Milliarden Yen beantragt werden. (APA/dpa)

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