Schröder warnt vor Fremdenfeindlichkeit im Kampf gegen Terrorismus

12. April 2004, 22:13
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Tschechiens Außenminister Svoboda ruft europäische Staaten zur Koordinierung ihrer Strategien auf

Prag - In Zusammenhang mit dem Kampf gegen den internationalen Terrorismus hat der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) vor Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz gewarnt. Es dürfe nicht soweit kommen, dass man Menschen zurückweise, die aus einer anderen kulturellen und religiösen Umgebung nach Europa kämen, sagte Schröder in einem Gespräch mit der Prager Zeitung "Mlada fronta Dnes". Terror könne im Gegenteil nur von "der Stabilität einer offenen und pluralistischen Gesellschaft" besiegt werden. Dazu gehöre "die Fähigkeit zum Dialog" und die Entschlossenheit friedlicher und demokratischer Kräfte, betonte Schröder.

Im Zusammenhang mit Anti-Terrormaßnahmen der EU rief Tschechiens Außenminister Cyril Svoboda alle europäischen Staaten zur Koordinierung ihrer Strategien auf. Jedes Land müsse sich bewusst sein, dass es mit seinen Entscheidungen auch die Sicherheit anderer Staaten beeinflusse, sagte der Christdemokrat gegenüber der Prager Zeitung "Pravo": "Im Kampf gegen internationalen Terror muss die EU daher nach dem Musketier-Wort 'Einer für alle, alle für einen' handeln." (APA/dpa)

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