Streit um Mac-Trojaner

26. April 2004, 11:11
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Angeblicher Trojaner sorgt für einigen Wirbel in der Apple-Community

Es gehört zu den Dingen auf die sich BenutzerInnen alternativer Betriebssysteme bisher mit ausreichender Sicherheit verlassen konnten: Viren und Trojaner sind praktisch ausschließlich ein Phänomen der Windows-Welt. Kein Wunder also, dass es für einige Aufregung sorgte, als die Antiviren-Firma Intego vor wenigen Tagen behauptete, dass sie den ersten Mac OS X-Trojaner entdeckt hätte.

Testweise

Mittels getarnter MP3-Dateien solle es ihm möglich sein sich per Mail zu verbreiten und auch Dateien zu löschen. Schnell war dann jedoch klar, dass der angebliche Trojaner vorerst nur eine "Proof-of-Concept"-Implementierung ist. Unter Ausnutzung einer Eigenart von Mac OS X lässt sich aber zumindest tatsächlich ein MP3 so präparieren, dass es Code im ID3-Tag beinhaltet, und trotzdem noch fälschlicherweise als MP3 angezeigt wird. Beim Doppelklicken der Datei wird dann gleichzeitig iTunes gestartet und der Code ausgeführt.

Problematisch

Die solcherart gefälschte Datei lässt sich aber über die erweiterten Dateiinformationen als Programm enttarnen, außerdem hat der Exploit ein weiteres Problem: Beim Transport über das Internet würden die notwendigen Ressourcen zum Ausführen der Datei verloren gehen, um dies zu verhindern müsste die Sound-Datei als gepackt verschickt werden. (red)

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