Kuwait befürchtet Auseinanderbrechen des Irak

12. April 2004, 22:16
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Nach geplanter Machtübergabe durch die USA

Kuwait - Kuwait befürchtet ein Auseinanderbrechen des Irak, sollten die Amerikaner an ihrem Plan festhalten, die Souveränität am 30. Juni an eine schwache Regierung in Bagdad abgeben. Ministerpräsident Scheich Sabah el Ahmed el Sabah sagte am Sonntag in Kuwait, eine nicht allseits respektierte irakische Regierung werde nicht das ganze Land unter Kontrolle haben.

Die Lage sei ernst und werde sich noch verschärfen, wenn sich die Dinge weiter wie bisher entwickelten, zitierte die Zeitung "El Anba" Sabah. "Es wird zur Teilung Iraks führen, wenn Washington auf die Machtübergabe an eine irakische Regierung besteht." Kuwait befürchtet vor allem ein Übergreifen der Unruhen aus dem schiitischen Südirak auf das Emirat: Dort lebt eine schiitische Minderheit, während die Herrscherfamilie sunnitisch ist.

Der frühere irakische Machthaber Saddam Hussein hatte sich das Emirat im Jahr 1990 als "20. Provinz" des Irak einverleibt. In einem von der UNO legitimierten und von den USA angeführten Krieg wurden die irakischen Truppen im Jahr 1991 wieder aus Kuwait vertrieben. Im März des Vorjahres begannen die USA auch einen Krieg, in dessen Zuge sich den gesamten Irak besetzten und Saddam entmachteten. (APA/AP)

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