Unter Saddam Hussein verstümmelte Iraker erhalten Handprothesen

12. April 2004, 22:17
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Wegen Handels mit ausländischen Währungen Hand abgehackt

Houston - Sieben unter dem Regime von Saddam Hussein verstümmelte Iraker sollen in den USA Prothesen erhalten. Den Männern war die recht Hand abgehackt worden, weil ein Gericht sie des Handels mit ausländischen Währungen für schuldig befunden hatte. Derzeit befinden sie sich in Houston im US-Staat Texas, wo sie mit Prothesen ausgestattet werden sollen. Am Samstag schliff ein Arzt die Tätowierungen ab, die den Männern als Zeichen ihrer Schuld in die Stirn geritzt worden waren.

Die Amputation seiner Hand habe er auch noch bezahlen müssen, berichtete einer der Männer am Samstag. Zudem habe er unterschreiben müssen, dass er keine Prothese tragen werde. Das Urteil sei in einem Schnellprozess gefällt worden, der nur wenige Minuten gedauert habe. Er habe zudem eine Gefängnisstrafe verbüßen müssen, anschließend sei sein Eigentum konfisziert worden.

Die sieben Männer werden insgesamt sechs Wochen in den USA verbringen. Die Prothesen und die übrigen medizinischen Leistungen werden aus Spendengeldern bezahlt. (APA/AP)

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