40 Tote bei Grubenunglück in Russland

12. April 2004, 00:02
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Keine Hoffnung mehr für verschüttete Bergleute in Sibirien

Moskau - Einen Tag nach einer Explosion in einem sibirischen Bergwerk haben die Behörden die Hoffnung aufgegeben, noch Überlebende aus dem eingestürzten Schacht zu bergen. Bis Sonntag wurden 40 Bergleute tot gefunden; sieben wurden vermisst. Der Leiter der Kommission, die das Unglück untersucht, Sergej Oganesjan, sagte weiter, es sei praktisch unmöglich, noch jemand lebend zu bergen. "Sie werden höchstwahrscheinlich alle tot sein", sagte er.

Acht Bergleute der 55 Mann starken Nachtschicht waren am Samstag aus dem zerstörten Schacht des Bergwerks Taischina in Ossinniki in der Region Kemerowo gerettet worden. Die Behörden gehen davon aus, dass die Explosion in rund 560 Metern Tiefe durch Anstauung von Methangas verursacht wurde.

Der russische Ministerpräsident Michail Fradkow ordnete die Einsetzung einer Untersuchungskommission an. Die Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen wegen Verdachts auf Verstoß gegen Sicherheitsauflagen in der Mine auf, wie das staatliche Fernsehen berichtete. (APA/AP)

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    Bergleute beim Verlassen der Grube.

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    Rettungskräfte bei der Bergung eines Toten.

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