Russland kritisiert Resolutionsentwurf zur Lage in Tschetschenien

12. April 2004, 15:08
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Fedotow : "Wir hoffen, dass er nicht beschlossen wird"

Moskau - Ein von der Europäischen Union vor der UNO-Menschenrechtskommission eingebrachter Entwurf für eine Resolution zur Lage in Tschetschenien ist in Moskau auf heftige Kritik gestoßen. Der am Donnerstag vorgelegte EU-Entwurf verurteilt Entführungen, Folter und ungesetzliche Tötungen in Tschetschenien und äußert sich besorgt über die Schwierigkeiten der Bevölkerung, die Behörden zur Untersuchung von Menschenrechtsverstößen zu veranlassen. Gefordert wird auch ein besserer Zugang für Hilfsorganisationen nach Tschetschenien.

Der stellvertretende russische Außenminister Juri Fedotow bezeichnete den Resolutionsentwurf am Freitag als "politisiert": "Wir hoffen, dass er nicht beschlossen wird." Die Resolution sei in gewisser Weise eine Ermutigung für Terroristen und unterlaufe den unnachgiebigen Kampf gegen den internationalen Terrorismus, erklärte Fedotow laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Interfax. (APA)

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