Dialysebedarf steigt - Personal bleibt gleich

12. April 2004, 21:50
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662 Patienten in Wien werden jeweils dreimal pro Woche zur Blutreinigung an Dialysemaschinen angehängt

Wien - Per März gab es in Wien 662 Dialysepatienten in Wien, wie in einer Sitzung im Krankenanstaltenverbund festgehalten wurde. Diese werden üblicherweise im Dreischichtbetrieb und jeweils dreimal pro Woche zur Blutreinigung an Dialysemaschinen angehängt.

Da es aber mehr Patienten als Dialyseplätze gibt, wird in einigen Spitälern eine "vierte Schicht" eingeschoben, bei der Patienten mitunter nachts ins Spital bestellt werden. 28 Wiener Patienten sind davon betroffen. Bei entsprechender Organisation ist es aber möglich, die vierte Schicht auch ab 20 Uhr beginnen zu lassen, wie der Dienstplan auf der Dialysestation im AKH zeigt.

Zuwachsrate an Dialysepatienten

Im Jahr 2000 wurden im AKH 21.402 Blutwäschen an chronisch Nierenkranken vorgenommen. 2003 waren es 24.401. Für heuer werden noch mehr Behandlungen prognostiziert. Die Österreichische Nephrologische Gesellschaft sagt, dass die Zuwachsrate an Dialysepatienten jährlich sechs Prozent ausmache. In Wien wird im Wilhelminenspital und im Sozialmedizinischen Zentrum Süd (SMZ) die Dialyse ausgebaut. Allerdings kann die bereits errichtete neue Station im SMZ wegen Personalmangel vorerst nicht in Betrieb gehen. (aw, DERSTANDARD Printausgabe 10.4.2004)

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