Ex-Finanzchef von Computer Associates bekennt sich schuldig

18. April 2004, 16:42
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Verschwörung zum Wertpapierbetrug eingestanden

Ira Zar, der ehemalige Finanzchef des US-Software-Unternehmens Computer Associates (CA), sowie zwei andere frühere Mitarbeiter der Finanzabteilung, haben sich am Donnerstag der Verschwörung zum Wertpapierbetrug und zur Justizbehinderung schuldig bekannt. Dies hat das Unternehmen am Donnerstag mitgeteilt. Es geht um eine laufende Untersuchung der New Yorker Staatsanwaltschaft und der amerikanischen Wertpapier- und Börsenkommission SEC über frühere Bilanzierungspraktiken von CA. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Islandia (New York).

Eingeständnis

Nach CA-Angaben haben sich auch David Kaplan und David Rivard schuldig bekannt. Die drei waren im Herbst 2003 ausgeschieden. Es ging um die vorzeitige Buchung von erst später vertraglich vereinbarten Umsätzen aus Software-Lizenzen im Geschäftsjahr 2000.

Ein CA-Untersuchungsausschuss nähere sich dem Abschluss seiner Untersuchung und einer Einschätzung, ob Finanzausweise für frühere Abschnitte revidiert werden müssten. CA hatte kürzlich Jeff Clarke, früher Hewlett-Packard, zum neuen Finanzchef ernannt. Er solle das Überwachungssystem stärken und sicherstellen, dass die früheren Probleme und Fehler nicht mehr geschehen.

Folgen

Es sei denkbar, dass die laufende Regierungsuntersuchung administrative, zivilrechtliche oder strafrechtliche Verfahren, einschließlich Beschuldigungen gegen die Gesellschaft und andere Manager des Unternehmens, die Verhängung von Strafen, die Suspendierung von Regierungskontrakten oder andere Sanktionen nach sich ziehen könne, warnte CA. Der Umfang und der Ausgang der behördlichen Untersuchung sei jedoch nicht abzusehen.

CA ist der führende Anbieter von Software, mit deren Hilfe Computersysteme von Großunternehmen effizienter gemacht werden. Die Gesellschaft offeriert auch Speicher- und Sicherheitssoftware.

Ausblick

Zar drohen nach Angaben der "New York Times" vom Freitag 20 Jahre Gefängnis und den beiden anderen jeweils zehn Jahre. Ihre Strafen könnten jedoch deutlich reduziert werden, falls sie sich bei der Untersuchung weiter kooperativ verhielten. (APA)

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