Geld und Arbeit beschäftigt die Österreicher am meisten

12. April 2004, 00:03
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Pension und Umwelt bereiten immer mehr Kopfzerbrechen - mit Grafik

Linz - Die Gedanken der Österreicher kreisen mit Ausnahme der Gesundheitsvorsorge vor allem um Themen, die direkt oder indirekt mit der materiellen Existenzsicherung in Zusammenhang stehen. Vor allem das Pensionsthema hat stark an Bedeutung gewonnen. Das ergab eine am Freitag veröffentlichte Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstitutes "market".

Insgesamt 513 für die Gesamtbevölkerung repräsentativ ausgewählten Personen über 15 Jahren legten die Meinungsforscher im Februar und März eine Liste mit verschiedenen Themen vor und fragten sie danach, über welche sie sich des öfteren Gedanken machen, was sie innerlich öfter beschäftige.

Geld und Gesundheit

Die staatliche Pensionssicherung (68 Prozent Nennungen), die Entwicklung der österreichischen Wirtschaft (59 Prozent), eine gesicherte Zukunft der Kinder (58 Prozent) und wie man mit dem monatlich zur Verfügung stehenden Geld auskommt (48 Prozent) waren dabei die dominierenden Themen.

Geldanlage

Es folgten noch die Frage, wie man sein Geld anlegt, damit es seinen Wert behält und wie für man seine Pension am besten vorsorgen könne mit 46 beziehungsweise 44 Prozent Nennungen. Alle mehr oder weniger aus dem Bereich der materiellen Absicherung. In diesen Block schoben sich mit 61 Prozent Nennungen nur noch Gedanken darüber, was man für die eigene Gesundheit tun könne.

Allgemeine Sicherheit<>

Die allgemeine Sicherheit - also Eindämmung der Kriminalität - rangiert mit 44 Prozent Nennungen im Mittelfeld. Die in der öffentlichen Diskussion stark wahrgenommene Diskussion um Asylanten und Flüchtlinge ist für ein Drittel der Bevölkerung ein Thema, mit dem man sich auseinander setzt. Ein ähnliches Ausmaß erreichen Überlegungen zum Zuzug von ausländischen Arbeitskräften. 27 Prozent gaben an, sie öfter gedanklich damit zu beschäftigen, ob der Verkehr in Österreich eingedämmt werden könne.

Reiseziele

Pensionen

Im Vergleich zu einer ähnlichen Umfrage im Jahr 1999 verzeichnet die Pensionsthematik die meisten Zuwächse: plus 17 Prozentpunkte. Die starke Orientierung auf eine materielle Absicherung dürfte auch die Steigerung des Interesses an der wirtschaftlichen Entwicklung Österreichs um 13 Prozentpunkte bewirkt haben. Aber auch die Frage "Wie verbringe ich meinen nächsten Urlaub ?" ist um 17 Prozentpunkte bedeutender geworden - allerdings vom niedrigen Niveau 20 Prozent ausgehend.

Sorgen wegen Umweltweltkatastrophen

Die wesentlichsten Unterschiede zwischen den einzelnen Bevölkerungsgruppen: Frauen beschäftigen sich mehr als Männer mit der Frage nach flexiblen Arbeitszeiten und der Zukunftssicherung der Kinder. Junge interessieren sich mehr für das Thema Arbeitsplatz und wie man mit dem Geld über die Runden kommt, während mit zunehmendem Alter die Gedanken mehr um die Wirtschaft und die Sicherung der Pensionen kreisen. Das einstige Jugendthema Umwelt, wird bedingt durch merkbare Umweltkatastrophen jetzt mehr von der älteren Generation getragen.

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    Was die Österreicher beschäftigt und die Veränderung zu 1999

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