Ostermärsche gegen den Krieg

12. April 2004, 15:08
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"Oster-Radler" starteten in Richtung Bemliner "Bombodrom" - Am Karfreitag Aktionen in sieben deutschen Städten

Frankfurt/Main - Mit Forderungen nach Abrüstung und mehr sozialer Gerechtigkeit haben am Freitag in mehreren deutschen Städten die diesjährigen Ostermärsche begonnen. Im Zentrum der Aktionen, die von Demonstrationen über Kundgebungen und Fahrradtouren bis hin zu Friedensgottesdienste reichen, stehen neben der Kritik am Sozialabbau und dem Umbau der deutschen Bundeswehr zur Einsatzarmee auch die Forderung nach einer Ächtung des Irak-Krieges.

Insgesamt sind über die Feiertage Aktionen in mehr als 60 Städten geplant, wie der Sprecher der Infostelle Ostermarsch, Willi van Ooyen, erklärte. Die Organisatoren erwarten jedoch weniger Teilnehmer als im vergangenen Jahr, wo unter dem Eindruck des Irak-Krieges mehrere zehntausend Kriegsgegner auf die Straße gegangen waren.

In Berlin machten sich in der Früh bei nasskaltem Wetter rund 20 Kriegsgegner in Richtung des Truppenübungsplatzes "Bombodrom" im Norden Brandenburgs auf. Zuvor hatten die Demonstranten vor der Neuen Wache am Boulevard Unter den Linden einen Kranz niedergelegt, dessen Schleife die Aufschrift "Im Gedenken an die Deserteure - weltweit" trug. Weitere Aktionen waren am Freitag unter anderem in Chemnitz, Dortmund, Leipzig sowie im hessischen Bruchköbel geplant.

Schwerpunkte der diesjährigen Aktionen sollen nach den Worten van Ooyens Ostersamstag und Ostermontag sein. Am Samstag seien Aktionen in rund 30 Städten geplant, darunter Augsburg, Bremen, Karlsruhe, Hannover, Kiel und München. (APA/AP/dpa)

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    Letztes Jahr mobilisierten die Organisatoren der Ostermärsche mehrere zehntausend Kriegsgegner

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