Insolvenzverfahren bei Senator Entertainment

18. April 2004, 10:54
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Internationales Geschäft nicht unmittelbar betroffen

Das Berliner Filmunternehmen Senator Entertainment ist Pleite. Das Insolvenzverfahren wurde beim Amtsgericht Charlottenburg eingereicht. Drei Wochen wurde versucht, Insolvenz abwendende Maßnahmen zu setzen, es kam jedoch zu keiner Einigung zwischen Banken und Investoren. Das internationale Filmgeschäft sei von der Eröffnung des Insolvenzverfahrens nicht betroffen, ließ Senator wissen.

Übernahmegespräche wurden mit der Kommanditgesellschaft geführt, wie die "Financial Times Deutschland" berichtet. In einer Aussendung gab das Filmunternehmen bekannt, dass Rechtsanwalt Rolf Rattunde von der Sozietät Leonhardt & Partner in Berlin der vorläufige Insolvenzverwalter sein wird.

Die Firma Senator mit ihren drei Tochterfirmen Senator Film Produktion GmbH, Senator Film Verleih GmbH und Central Filmvertriebs GmbH, konnte im vergangenen Jahr mit Kinohits wie "Good bye, Lenin" oder "Das Wunder von Bern" punkten. Die Marktschwäche in der Kinobranche und im Lizenzhandel führten vor allem bei älteren Filmen und Beteiligungen zu hohen Wertberichtigungen. Das Unternehmen hatte Mitte März mitgeteilt, dass es bilanziell überschuldet sei. (pte)

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