Präsidenten-Wahl: Ferrero distanziert sich von umstrittenen Homepages

20. April 2004, 12:38
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Und ärgert sich über Störung von Memory-Spiel

Die ÖVP und ihre Hofburg-Spitzenkandidatin Benita Ferrero-Waldner (V) distanzieren sich von zwei Homepages, die sich kritisch mit dem SPÖ-Präsidentschaftskandidaten Heinz Fischer auseinandersetzen. In einer Aussendung wird betont, dass die Volkspartei weder auf Existenz noch auf Gestaltung der Homepages "http://www.heifi.at" bzw. "http://www.roterheinzi.at" direkten oder indirekten Einfluss hat. Der Domaininhaber sei weder bei der ÖVP beschäftigt noch für diese tätig. Die Homepages sind einer der Gründe, warum die SPÖ das Schiedsgericht unter Ludwig Adamovich angerufen hat.

"Geheimvideo"

Auf den beiden Websites wird teils in recht aggressivem Ton Stimmung gegen Fischer gemacht, der konsequent als "roter Heinzi" bezeichnet wird. Dem "beinharten Ideologen" und "Parteisoldaten" wird unter anderem vorgehalten, dass sein gesamter Lebensweg von der Partei, Funktionen im Apparat und Karriere durch streberhaftes Verhalten geprägt sei. Zudem gibt es ein "Geheimvideo" zu sehen, wo Fischer nicht gerade mit Humor reagiert, als sich bei einer Aktion der Grünen ein Pelztier auf seinem Teppich erleichtert.

Distanz

Die ÖVP namens Generalsekretär Reinhold Lopatka und Ferrero-Waldner selbst distanziert sich nun "von dieser diffamierenden und jeden Rahmen politischer Auseinandersetzung sprengenden Form der Veröffentlichung".

Verdacht der bewussten Manipulation

Allerdings hat auch die Volkspartei Grund zur Klage. Dabei geht es um die Seite "http://www.raketa.at", auf der eine Fotomontage zu sehen war, auf der Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V) Ferrero-Waldner den Busen entblößt. Außerdem ärgert die ÖVP, dass das Memory-ähnliche Spiel auf der Website "http://www.benita.at" torpediert wird. Denn drei User mit den Nicknames "heinzfischer", "heinz4president" und "vote4heinz" hätten sich mit "unmöglich aus dem Spiel heraus zu erreichenden Maximalhighscores" an die erste Stelle gesetzt, so dass der Verdacht der bewussten Manipulation im Raum stehe. (APA)

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