US-Breitband-Markt erreicht "kritische Masse"

18. April 2004, 16:39
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Schnelle Zugänge und zugehörige Applikationen sorgen für schnelles Wachstum

In den USA verfügt bereits jeder fünfte US-Haushalt über einen Breitband-Zugang zum Internet. Dies hat das Marktforschungsinstitut In-Stat/MDR erhoben. Dabei war Kabel-Modem die am meisten genutzte Technologie zum Breitband-Zugang und DSL die am zweitöftesten genutzte. Breitband über Power Line kommt nach jahrelanger Diskussion aus dem Labor in die Haushalte. Glasfaserkabel (Fiber-to-the-Home - FTTH) wird weiterhin von Kosten und behördlichen Bedenken behindert. Drahtlose Breitband-Anschlüsse (Fixed Wireless Broadband FBW) sind die drittgrößte Breitband-Zugangs-Technologie in den USA.

Die erste Wahl

Während Kabel-Modem die erste Wahl bei Breitband-Technologie in den USA ist, beherrscht weltweit DSL den Markt. Sechs Firmen kontrollierten Ende des Jahres 2003 91 rozent des US-Kabelmodem-Marktes und fünf Provider teilten sich 94 Prozent des amerikanischen DSL-Marktes.

Mit nahezu 27 Mio. geschäftlichen und privaten Teilnehmern in den USA am Ende des Jahres 2003 ist Breitband nun ein deutlich etablierter Service. In-Stat/MDR sagt vorher, die Bedeutung von Breitband würde enorm wachsen. Eine steigende Zahl von Anwendern würde die Märkte außerdem für andere Services öffnen, die den Vorteil einer Breitband-Verbindung nutzen, wie beispielsweise Home Entertainment auf Netzwerkbasis, VoIP und Online-Games.

Ein Kreislauf

Daraus entwickelt sich laut Daryl Schoolar, einer Senior Analystin bei In-Stat/MDR, ein Kreislauf, bei dem sich das Wachstum von Breitband und dazugehörigen Applikationen gegenseitig beeinflussen. Das gilt sowohl für die privaten Teilnehmer, als auch für die Unternehmen, die über einen Breitbandanschluss verfügen.

Das Hauptproblem, mit dem sich die zukünftige Versorgung mit Breitband konfrontiert sieht, ist ein weniger auf Technik ausgerichteter Teilnehmer. Breitband wird zwar immer weiter auf einen Masseneinsatz ausgerichtet, doch die neuen Teilnehmer haben kaum Erfahrung mit der neuen Technologie, sagt Schoolar. (pte)

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