Heute drei Bundesliga-Duelle

10. April 2004, 17:43
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Massenbesuch bei Schlager Mattersburg - Austria garantiert - Sturm, Bregenz, Kärnten, Salzburg, Rapid schielen auf Europacup-Startplatz

Wien - In den vier Cup-Partien am Karsamstag kommt es zu drei Aufeinandertreffen zwischen Klubs der österreichischen T-Mobile Fußball-Bundesliga. Der Schlager steigt im Pappelstadion, wo Aufsteiger SV Mattersburg im Viertelfinale Titelverteidiger Austria empfängt und Massenbesuch garantiert ist. Die zweite Viertelfinal-Partie bestreiten Sturm und SW Bregenz in Graz, dazu kommen die beiden Achtelfinal-Nachtragsspiele FC Kärnten - SV Salzburg und Arnfels - Rapid.

Die Austria hat in Mattersburg eine Fortsetzung der Erfolgsserie seit dem Aufstieg von Günter Kronsteiner zum Sportmanager (vier Siege in vier Spielen, Torverhältnis 11:2) im Visier. "Wir werden versuchen, offensiv zu spielen und das Match bald zu entscheiden", kündigte Spartentrainer Lars Söndergaard an, warnte aber auch vor dem Gegner. "Es wird eine harte Partie, denn gegen die Austria gibt jeder Klub das Beste."

"Ein Ostergeschenk" für Gregoritsch

Für Mattersburg-Coach Werner Gregoritsch ist allein schon die Tatsache, vor eigenem Publikum im Cup gegen die Veilchen zu spielen (über 10.000 Zuschauer werden erwartet), "ein Ostergeschenk für die Fans und den Verein. Wir sind zwar klarer Außenseiter, haben aber nichts zu verlieren, denn daheim können wir jeden Gegner schlagen." Zuversichtlich stimmt den Steirer trotz der Niederlage die Leistung vom Rapid-Spiel, in dem man die Hütteldorfer einige Male in Bedrängnis brachte. "Wir waren auch in den letzten beiden Spielen gegen die Austria nicht die schlechtere Mannschaft, obwohl wir jeweils 0:1 verloren haben", meinte Gregoritsch, betonte aber, das Hauptaugenmerk liege weiter auf der Meisterschaft.

Sturm erwartet Bregenz

Gleiches gilt für Sturm vor der Bregenz-Partie. "Ich hoffe, dass die Abstiegssorgen in diesem Spiel keine Rolle spielen", so Betreuer Michael Petrovic, der die Müdigkeit einiger seiner Akteure nach den englischen Wochen beklagt und auf Stützen wie Haas und Silvestre verzichten muss. Die Vorarlberger, in der Liga im "Niemandsland", spekulieren mit dem Cup als Eintrittskarte für einen internationalen Bewerb und schonten daher einige Leistungsträger beim 0:1 auswärts gegen den GAK am Mittwoch. "Sturm ist auch im eigenen Stadion zu schlagen", sagte Trainer Regi van Acker.

Salzburg bei Kärnten

Im Klagenfurter Wörthersee-Stadion sinnt der FC Kärnten auf Revanche für die unglückliche 2:3-Niederlage in Salzburg am Mittwoch. "Wir haben nichts zu verschenken und keinen Grund, Experimente durchzuführen. Wir wollen weiterkommen", ist FCK-Betreuer Peter Pacult auf Sieg eingestellt. Einfach wollen es die Salzburger ihrem Gegner aber nicht machen. "Ich sehe durchaus Möglichkeiten, in Kärnten zu bestehen", sagte Coach Peter Assion, für den jedoch weiter die Bundesliga Priorität hat. Im Viertelfinale bekommt es der Aufstieger am 20. April auswärts mit Ried zu tun.

Spiel des Jahres in Arnfels

Arnfels, der einzige im Bewerb verbliebene Regionalligist, rüstet sich gegen Rapid für das "Spiel des Jahres". Mit Routiniers wie den Champions-League-erfahrenen Ex-Sturm-Kickern Kocijan, Popovic und Martens versuchen die Südsteirer, die mit 6.000 Zuschauern rechnen, dem Rekordmeister ein Bein zu stellen.

Die Hütteldorfer jedoch wollen sich gegen den Underdog keine Blöße geben. "Der Cup ist für uns eine zweite Möglichkeit, das große Saisonziel, die Qualifikation für einen internationalen Bewerb, zu erreichen. Die Aufgabe wird nicht leicht, aber durch unseren Sieg zuletzt sollten wir Selbstvertrauen aufgebaut haben", erklärte Trainer Josef Hickersberger, der auf die verletzten Payer, Martin Hiden und Prisc und wohl auch auf Kapitän Hofmann (Prellungen) verzichten muss. Der Sieger dieser Partie empfängt am 21. April im Viertelfinale den GAK.

Das Finale am 23. Mai geht übrigens im Salzburger EM-Stadion Wals-Siezenheim über die Bühne, außer es kommt zu einem reinen Grazer oder Wiener Endspiel.(APA)

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