Acetazolamid als probates Mittel gegen Höhenkrankheit

12. April 2004, 13:30
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Studie: Der gerne genommene Ginkgo-Extrakt wirkt hingegen nicht stärker als ein Placebo

London - Gegen akute Höhenkrankheit hilft das Medikament Acetazolamid. Dagegen hat der oft eingesetzte Extrakt des Ginkgo-Baums keinerlei Effekt, wie eine US-Studie in Nepal ergab. Die Forscher verabreichten mehr als 600 westlichen Bergsteigern am Mount Everest entweder Acetazolamid, ein Ginkgo-Präparat, eine Kombination beider Mittel oder ein Scheinmedikament.

Ginkgo wie Placebo

Ginkgo schnitt dabei weder zur Vorbeugung noch zur Behandlung akuter Symptome besser ab als ein unwirksames Placebo. Die Bergsteiger, die das Pflanzenmittel mit Acetazolamid kombinierten, klagten sogar mehr über Kopfschmerzen als diejenigen, die nur Acetazolamid einnahmen. Die Wanderer im Alter von 18 bis 65 Jahren stiegen bis zu einer Höhe von knapp 5.000 Metern auf.

Die Forscher betonen, dass die zweimalige Einnahme von jeweils 250 Milligramm Acetazolamid bei Beachtung der gängigen Vorbeugemaßnahmen wie etwa langsamem Aufstieg einen guten Schutz gegen die Höhenkrankheit bietet. Eine frühere Studie hatte die Einnahme von täglich 750 Milligramm empfohlen. (APA)

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