Langer Herzschlag durch Rauchverbot

10. April 2004, 19:30
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Studie in Helena, Montana: um vierzig Prozent ging Anzahl der Herzinfarkte während öffentlichen Rauchverbots zurück

London - Rauchverbote lassen die Herzen länger schlagen: Forscher der Universität San Francisco konnten jetzt erstmals nachweisen, dass ein Rauchstopp in Bars, am Arbeitsplatz und anderen öffentlichen Gebäuden die Infarktzahl deutlich verringert.

Grundlage der Studie waren die Daten von insgesamt 304 Infarktpatienten, die zwischen Dezember 1997 und November 2003 im einzigen Krankenhaus von Helena im US-Staat Montana behandelt wurden. In der 68.000-Einwohner-Stadt galt vom 5. Juni 2002 bis 3. Dezember 2002 ein öffentliches Rauchverbot, das ein Gericht später wieder aufhob.

Weniger Herzinfarkte

Die Mediziner stellten fest, dass in den sechs rauchfreien Monaten die Zahl der Herzinfarkte um 40 Prozent zurückging: Vor und nach dieser Zeit wurden jährlich rund 40 Patienten ins Krankenhaus eingeliefert. Im Jahr 2002 waren es nur 24.

In den Nachbarorten von Helena, in denen weiter in der Öffentlichkeit geraucht werden durfte, gab es keine Veränderung der Krankenzahlen. Die Experten schließen aus ihrer im "British Medical Journal" veröffentlichten Studie, dass sich ein Rauchverbot in der Öffentlichkeit bereits in kürzester Zeit auf die Herzgesundheit der Bevölkerung auswirkt. (APA)

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