Virale und bakterielle Infektionen besser unterscheiden

12. April 2004, 15:30
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Neuer Bluttest macht es möglich

Neu-Isenburg - Mit Hilfe eines neuen Bluttests kann künftig sicherer erkannt werden, ob eine Infektionskrankheit von Viren oder Bakterien ausgelöst wurde. Bei dem am Universitätsklinikum Basel entwickelten Verfahren wird der Anteil des Proteins Procalcitonin (PCT) im Blut gemessen, wie die "Ärzte-Zeitung" berichtet.

PCT-Anstieg

Ein PCT-Anstieg um das Zehn- bis 100fache weist nach Angaben des Internisten Beat Müller auf eine Vireninfektion hin. Bei einem höheren Anstieg liege dagegen eine bakterielle Infektion vor.

Die Forscher hatten in einer Studie eine Hälfte der Testpersonen nach üblichen Methoden wie Blutgasanalyse, Röntgenbild und Einschätzung der Symptome diagnostiziert. 80 Prozent der Patienten erhielten daraufhin Antibiotika.

Bei den anderen Patienten wurde zusätzlich ein PCT-Test durchgeführt. Hier bekamen nur 44 Prozent ein Antibiotikum. Der Test könne daher zu einem angemesseneren Umgang mit Antibiotika beitragen, sagte Müller. (APA)

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