Was Gelsen wild macht

16. April 2004, 11:30
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Nicht das "süße Blut" zieht die Tierchen an, sondern es sind gewisse Duftstoffe der Haut

Edinburgh - Manche Menschen sind wahre Magneten für Gelsen, andere wiederum werden nie von den Plagegeistern gestochen. Aber nicht das vermeintlich "süße Blut", sondern bestimmte Duftstoffe der Haut entscheiden oft über den Mückenstich. "Zum ersten Mal können wir jetzt herausfinden, auf welche Chemikalien die Insekten genau reagieren", berichtete James Logan von der Universität Aberdeen auf der Jahrestagung der Gesellschaft für Experimentelle Biologie in Edinburgh.

Freiwillige vorgewagt

Die Forscher hatten im Versuch Freiwillige in spezielle Folien eingewickelt und diese aufgeblasen. Die menschlichen Düfte wurden dann später wieder in Flaschen abgesaugt. Mit einer neuen Technik konnte anschließend am Computer gezeigt werden, wie die Duftantennen der weiblichen Gelsen auf einzelne menschliche Gerüche reagiert hatten.

Zusätzlich wurden die unterschiedlichen Düfte in einem Windkanal geblasen und untersucht, zu welchem Duft die Stechmücken am liebsten hinfliegen. Die Forscher hoffen nun, dass sie in naher Zukunft mit diesen Erkenntnissen ein neues, effektives und natürliches Gelsenschutzmittel entwickeln können. (APA)

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