Rotes Weinlaubextrakt gegen chronische Veneninsuffizienz

16. April 2004, 12:06
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Mikrozirkulation wird durch Wirkstoff "Flawen" verbessert

Wien - In der kommenden warmen Jahreszeit beginnt für viele Venenkranke wieder eine Zeit der Beschwerden. Abhilfe schafft das Extrakt aus rotem Weinlaub, verspricht der Hersteller des Präparats "Antistax", Böhringer-Ingelheim. In einer Studie habe sich erneut gezeigt, dass die Wirkstoffe gegen chronische Veneninsuffizienz helfen: Der darin enthaltene, aus dem roten Weinlaub gewonnene Stoff "Flawen" verbessere auch den Zustand der bei Venenleiden in Mitleidenschaft gezogenen Mikrozirkulation.

Mikrozirkulation beeinträchtigt

Kommt es zu einer Dysfunktion der Venen, staut sich das Blut in diesen Gefäßen, anstatt wieder in Richtung Herz abzufließen. Die kleinsten Venen des Körpers, die Venulen, geraten bei diesem Vorgang unter Druck und entzünden sich. Dabei verlieren die Zellen in den Venenwänden den Zusammenhalt, die Zellbarriere wird für Flüssigkeit und andere Blutbestandteile durchlässig.

Im Bein würde ein solches Geschehen zum Austritt von Wasser, Plasma und entzündungsfördernden Stoffen ins umliegende Gewebe und zu einer Schwellung führen. Diese Schwellung unterbindet die Mikrozirkulation, den Blutfluss durch die feinsten Blutgefäße. Das umliegende Gewebe kann daher nicht mehr richtig versorgt werden. Dieser Prozess kann zu Verfärbungen der Haut führen, im Extremfall kommt es sogar zu offenen Beinen.

Signifikante Studien-Ergebnisse

Bei der Gabe eines Wirkstoffes, der im Weinlaubextrakt enthalten ist, haben sich die Werte deutlich verbessert, so die Studie, die Böhringer-Ingelheim vorstellte. Nach etwa sechs Wochen habe sich bei jenen Personen, die das Präparat verabreicht bekommen haben, ein Anstieg der Durchblutung in den kleinen Gefäßen des Knöchels gezeigt. Auch die Schwellungen der Beine sei zurückgegangen.

Die Studie wurde von April bis August 2002 durchgeführt. 71 Frauen und Männer mit verschiedenen Graden von chronischer Veneninsuffizienz wurden untersucht. Die Probanden wurden in zwei Gruppen eingeteilt, wovon beide jeweils für die Hälfte der Untersuchung ein Placebo bekamen. Bei jenen, die das richtige Mittel schluckten, nahm die Mikrozirkulation positiv zu, ergab die Studie. Auch der Umfang der Waden und der Knöchel, sprich: die Schwellung ging zurück. Zudem stieg der Sauerstoffwert, so Böhringer Ingelheim. (APA)

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