US-Kanzlei reicht weitere Sammelklage gegen Nokia ein

18. April 2004, 16:39
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Handyhersteller sollen zu optimistische Prognosen veröffentlicht haben

Der weltgrößte Handyhersteller Nokia ist wegen der überraschenden Umsatzwarnung in den USA mit einer weiteren Sammelklage konfrontiert worden. Bei einem Bezirksgericht in New York sei eine entsprechende Klage gegen den finnischen Konzern eingereicht worden, teilte die US-Kanzlei Schiffrin & Barroway am Donnerstagabend in New York mit.

Bereits am Dienstag hatte die New Yorker Kanzlei Milberg Weiss Bershad Hynes & Lerach LLP im Auftrag von Investoren juristische Schritte gegen Nokia eingeleitet. Die Anwälte begründeten die Klageeinreichung mit den optimistischen Prognosen des Nokia- Managements vor der Umsatzwarnung. Nokia wies die Vorwürfe als haltlos zurück.

Nokia hatte am Dienstag seine Umsatzerwartung für das erste Quartal drastisch nach unten korrigiert. So wird statt eines ursprünglichen Zuwachses von drei bis sieben Prozent ein Rückgang um 2 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro erwartet. Die Aktien waren daraufhin in den USA und in Europa deutlich eingebrochen.(APA/dpa)

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