Ostereier "natürlich" färben

11. April 2004, 23:58
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Zwiebeln, Rote Rüben, Spinat, Schwarztee, Kamille und Holler als Alternative für so manchen Allergiker

Mönchengladbach - Beim Osterfest ist für Allergiker besondere Vorsicht geboten: Zum Einfärben von Eiern werden oftmals Stoffe verwendet, die bei empfindlichen Menschen allergieähnliche Reaktionen verursachen können. Vor allem die häufig verwendeten Azofarbstoffe Azorubin, Brillantschwarz, Tartrazin und Chinolingelb sowie die natürlichen Farbstoffe Conechillin oder Kurkumin können Hautrötungen, Nesselsucht, einen Neurodermitis-Schub oder einen Asthmaanfall auslösen, wie der Deutsche Allergie- und Asthmabund in Mönchengladbach berichtet.

Farbstoffe werden in geringen Mengen mitgegessen

Die Farbstoffe gelangen nach Angaben der Experten beim Färben durch winzige Risse in der Schale ins Ei-Innere und werden so in geringen Mengen mitgegessen.

Rotkohl und Rote Rüben für rote Eier

Als Alternative für Eierfarben kann man auch mit Schalen, Gewürzen und Gemüse färben.

Rot:Rotkohl, Malven-Tee und Rote Rüben bringen rote Farben auf die Schale Legen Sie die vorher hart gekochten Eier so lange hinein, bis Ihnen die Farbe intensiv genug erscheint.

Gelb:Kamille,Kümmel, Gelbwurzpulver oder Safrantönen tönen Eier leuchtend gelb. Wichtig: Die Eier müssen vorher gründlich gereinigt werden, zum Beispiel mit Essigwasser.

Grün:Grüne Eier entstehen in einem Bad aus Petersilie oder Spinat

Blau:Hollersaft macht die Eier blau

Braun:Zwiebeln und Schwarztee haften besonders gut und sind selbst für den ungeübtesten Eierfärber zu empfehlen

Färbevorgang

Die Eier zuvor hart kochen und gründlich reinigen.

Pflanzensäfte aufkochen und heiß halten. Schalen, Blüten und Samen sollen mindestens zehn Minuten lang in Wasser gekocht werden, damit sich die Farbstoffe lösen können. Den Sud danach durch ein Sieb gießen und auch heiß halten.

Je nachdem wie intensiv der Farbton werden soll, müssen die Eier nun mindestens eine Viertelstunde ziehen, für kräftige Ergebnisse bis zu einer Stunde. Eines ist trotzdem klar:

Ergebnis bleibt Glückssache

Das Ergebnis bleibt Glückssache - Ob das Ei zum schrecklichen Werkstück wird oder überraschend schön gerät, entzieht sich meist jeglicher Erklärung.(APA/red)

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