Anwalt von Guantanamo-Häftling verklagt US-Regierung

11. April 2004, 21:35
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Wegen Verstoßes gegen amerikanisches und internationales Recht - Angeblicher Bin-Laden-Chauffeur seit zwei Jahren inhaftiert

Seattle - Der Pflichtverteidiger eines Guantanamo-Häftlings hat die US-Regierung wegen Verstoßes gegen amerikanisches und internationales Recht verklagt. Die dauerhafte Inhaftierung ohne Anklage verletze die Rechte seines Mandanten, schreibt der von den Streitkräften eingesetzte Verteidiger Marineleutnant Charles Swift in der Klageschrift. Sein Mandant, der für El-Kaida-Chef Osama bin Laden als Chauffeur gearbeitet haben soll, wird seit über zwei Jahren im Militärstützpunkt Guantanamo auf Kuba festgehalten.

Salim Ahmad Hamdan ist einer von sechs Häftlingen, die die Regierung vor ein Militärtribunal stellen will. Dies verstoße gegen die Verfassung, heißt es in der Klageschrift, die in dieser Woche bei einem US-Bundesgericht eingereicht wurde. Swift beantragt darin die Freilassung seines Mandanten sowie ein Verbot der von der Regierung geplanten Militärprozesse. Das Verteidigungsministerium wollte sich zu der Klage nicht äußern. (APA/AP)

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