VoIP überholt in Australien klassische Telefonie

18. April 2004, 16:39
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Traditionelle Nebenstellenanlagen geraten ins Hintertreffen

Der Umsatz mit Internet-Telefonsystemen wird in Australien in diesem Jahr erstmals jenen mit klassischen Nebenstellenanlagen (PABX-Systeme) übertreffen. Nach Berechnungen des Marktforschungsinstitutes Frost and Sullivan haben die Umsätze mit VoIP (Voice over IP)-Systemen im abgelaufenen Jahr auf dem fünften Kontinent um über 175 Prozent auf 97 Millionen Australische Dollar (61 Millionen Euro) zugelegt. Parallel dazu erbrachte der Verkauf von traditionellen Anlagen um 13,2 Prozent weniger, berichtet AustralianIT.

Umstieg

Vor allem Unternehmen und Regierungsbehörden haben vermehrt auf VoIP gesetzt. "Regierungsstellen, Tourismusbetriebe, die produzierende Industrie, Bildungseinrichtungen und Spitäler sind diejenigen, die IP-Systeme am meisten anwenden", heißt es in der Studie. Die meisten Unternehmen hätten ihre Ängste bezüglich der Technologie überwunden und würden verstärkt IP-basierte Anwendungen wie Unified Messaging, Video- und Audiokonferenzen einsetzen.

Sanfter Umstieg

Nichtsdestotrotz gehen viele Unternehmen nach wie vor auf Nummer sicher und machen ihre traditionellen PBX (Private Branche Exchange)-Systeme IP-fähig. Auf der anderen Seite können die meisten der herkömmlichen Anlagen, die im vergangenen Jahr verkauft wurden, mit einem Upgrade um IP-Funktionen erweitert werden. (pte)

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