Palästinenser-Regierung fordert Freilassung von Geiseln

10. April 2004, 22:14
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Zwei Männer aus Ost-Jerusalem gekidnappt - Israel will nicht über Freilassung verhandeln

Ramallah - Die Palästinenser-Regierung hat die irakischen Entführer zweier Palästinenser aufgefordert, die Geiseln unverzüglich freizulassen.

Die Geiseln seien Palästinenser aus dem israelisch besetzten Ostteil von Jerusalem und für internationale Institutionen im Irak tätig, erklärte der palästinensische Minister Saeb Erekat am Freitag in Ramallah.

Als Spione bezeichnet

Die irakischen Geiselnehmer hatten die beiden Palästinenser als Spione bezeichnet, die im Auftrag Israels im Irak tätig seien. Das iranische Fernsehen hatte über die Geiselnahme berichtet und dazu israelische Personalausweise gezeigt. Bewohner Ostjerusalems haben normalerweise israelische Personalausweise. Dies ist jedoch nicht gleich bedeutend mit israelischer Staatsbürgerschaft.

Ein Vertreter der israelischen Regierung sagte, diese könne im Fall der verschleppten Palästinenser wenig tun. Es gebe keine offiziellen Verbindungen der beiden zu Israel. Die USA hatten Israel schon zu Beginn des Irak-Kriegs aufgefordert, sich aus dem Konflikt strikt heraus zu halten, um moderate arabische Länder in der Region nicht unnötig zu reizen.

Neben den Palästinensern haben Aufständische im Irak weitere Ausländer in ihre Gewalt gebracht, darunter drei japanische Zivilisten. (Reuters)

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    George Yaakob Razuq wurde im Irak entführt

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