Streit um Werbewand vor dem Wiener Parlament

13. April 2004, 19:45
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Rechtsstreit um Baustellenwerbung zwischen ÖVP-naher Agentur Heimatwerbung und SPÖ-nahe geltender Gewista ausgebrochen

Wien - Um die Werbewand vor dem Wiener Parlament ist ein Rechtsstreit ausgebrochen. Wie bereits berichtet, zahlt die ÖVP-nahe Schaltagentur Heimatwerbung dem Parlament pro Jahr 100.000 Euro dafür, dass sie rund um die Baustelle bei der Parlamentsrampe werben darf.

Ausschreibung

Die als SPÖ-nahe geltende Gewista hat nun eine einstweilige Verfügung gegen die Aufstellung der Plakatwand beim Handelsgericht Wien erreicht. Begründung: Der Auftrag sei nicht ordnungsgemäß ausgeschrieben worden. Gewista war "Bestbieter, wurde aber aus politischem Motiven übergangen" (Gewista-Anwalt Georg Zanger). Als Beleg dafür verweist Zanger auf das Gutachten des ausführenden Architekten Herbert Beier, der das Gewista-Anbot wörtlich sowohl aus "finanzieller als auch als gestalterischer Sicht als das bessere" bewertet.

Heimatwerbung-Chef Ferdinand Ploner kontert: "Die Gewista ist offenbar ein schlechter Verlierer. Wir hatten das bessere Offert."

Gewista-Chef Karl Javurek wirft der Heimatwerbung im STANDARD-Gespräch sogar vor, das "viel schönere und innovativere" Gewista-Konzept übernommen zu haben, und zwar "eins zu eins".

Beide Parteien haben jedenfalls ihre Anwälte eingeschaltet - die umstrittene Plakatwand bleibt bis auf weiteres stehen. (to, DER STANDARD Printausgabe 9.4.2004)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Blechwand als Baustellenschutz an der Ringstrassenseite vor dem Parlament wurden bereits aufgezogen

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