Heilbronner Dachsteinkatastrophe: Ausflug in den weißen Tod

9. April 2004, 21:59
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foto: aap/ ooe. landesarchiv
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Gedenken an den Ausflug in den weißen Tod Die "Heilbronner Dachsteinkatastrophe" jährt sich heuer zum fünfzigsten Mal. Zehn Schüler und drei Lehrer starben am Gründonnerstag des Jahres 1954 bei einer Bergtour im Dachsteinmassiv. Gedenkfeiern erinnern zu Ostern an das Bergdrama.

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Linz - Zahlreiche Kerzen werden Freitagabend die Berge im Dachsteinmassiv rund um den kleinen Ort Obertraun im oberösterreichischen Salzkammergut erhellen. Lichter, die auf berührende Weise mahnen und erinnern an eines der wohl dramatischsten Ereignisse der österreichischen Bergsteigergeschichte. Am Gründonnerstag des Jahres 1954 wurde der Krippenstein eisiges Grab für zehn Schüler und drei Lehrer aus dem deutschen Heilbronn.

Rückblende in das Jahr 1954

Die Spuren des Krieges sind auch in Heilbronn noch deutlich, trotzdem herrscht inmitten der Trümmerfelder so etwas wie Aufbruchsstimmung. Eine Stimmung, die auch den Lehrer Hans Georg Seiler erfasst haben muss, als er mit einer vierzigköpfigen Gruppe der Heilbronner Knabenmittelschule zu einem Urlaub nach Obertraun aufbricht, um den Nachwehen des Kriegs für kurze Zeit zu entfliehen. Seiler dürfte der magischen Wirkung des Dachsteins sofort erlegen sein, denn kurz nach der Ankunft plante er schon einen Marsch auf den Krippenstein.

Zehn Schüler wurden ausgewählt, und die Lehrkräfte Hans Werner Rupp, seine Verlobte Christa Vollmer sowie Hildegard Mattes schlossen sich als Begleitpersonen an. Mattes sollte später als Einzige das Unglück überleben, da sie nach zwei Stunden Fußmarsch umkehrt.

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