Filmgage: Knackwurst

21. April 2004, 17:16
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Glattauers "Weihnachtshund": TV-Zusehern ist anscheinend nicht alles zumutbar

Beim Schmusen schieden sich die Geister: Im Buch von STANDARD-Autor Daniel Glattauer "Der Weihnachtshund" wird es dem Hauptdarsteller jedes Mal speiübel, wenn es ans Küssen geht. In der ORF-Verfilmung "Max und Katrin" (voraussichtlich diese Weihnachten) fällt der Protagonist nobel in Ohnmacht. TV-Zusehern ist anscheinend nicht alles zumutbar.

Filmneuling Arnold

Geblieben ist allerdings der Hund: Im Film heißt er Kurt, in echt hört er auf Arnold und wohnt in Sulz im Wienerwald bei Tiertrainer Karl Lang. Für eine Gage von zwei Knackwürsten täglich schläft der Bassettrüde auf Kommando, schaut lieb und vermeidet es tunlichst, bei den Dreharbeiten im Wiener Hotel Imperial sein Bein zu heben. Und das, obwohl er ein absoluter Filmneuling ist: "Er hat einen wahnsinnig starken Charakter", freut sich Lang. Nur zwei Wochen hatte Arnold Zeit, Kunststücke zu erlernen. Er kam von einer Zuchtstation und wurde von einem Tag auf den anderen ins Trainingsprogramm einbezogen. "Ein Naturtalent", sagt Karl Lang, rund 250.000 Euro wert.

Allüren?

Allüren kennen Tierschauspieler gottlob nicht. Einzig die Fressgewohnheiten können sich durch Starruhm ändern: Hundekekse lehnt Arnold mittlerweile als zu minder ab. (prie/DER STANDARD, Printausgabe, 9.4.2004)

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