Auszüge aus den Statements von Condoleezza Rice vor der 9/11-Kommission

17. Juni 2004, 14:00
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Mit dem Eingangsstatement der US-Sicherheitsberaterin zum Download

Natürlich hat es auch andere Prioritäten gegeben. Wenn man in der Rolle der Vereinigten Staaten steckt, dann hat man nicht den Luxus, dass man sich nur auf eine Sache konzentrieren kann. Es gab Nordkorea, den Nahen Osten, den Irak.


Das Thema unseres Regierungstreffens am 4. September 2001 war nicht Russland, nicht die Raketenabwehr, nicht der Irak. Das Thema war El-Kaida.


Nach dem 11. September musste sich unsere Nation einer Reihe von schwierigen Entscheidungen stellen. Wir hätten einen ausschließlich auf El-Kaida und die Taliban konzentrierten Krieg führen können, oder wir hätten einen breiteren Krieg gegen globale Bedrohungen führen können. Wir hätten uns um einen beschränkten Sieg bemühen können oder gleich das Ziel eines dauerhaften Friedens und einer besseren Welt anstreben. Präsident Bush hat sich für das kühnere Ziel entschieden.


Wenn man die Feindseligkeit unserer Beziehungen ins Auge fasst, war es berechtigt, sich nach 9/11 mit der Frage auseinander zu setzen, ob der Irak dahinter steckt.


Der Präsident hat mir klar gemacht, dass er nicht auf jeden einzelnen El-Kaida-Anschlag gesondert reagieren wolle. Er sei es leid, Fliegen zu erschlagen.


Wir haben sehr gut verstanden, dass das El-Kaida-Netzwerk eine seriöse Gefahr für die Vereinigten Staaten darstellt. Wir wollten daher sicher gehen, dass es im Kampf gegen El-Kaida keine Rückschläge geben würde. Auf der operativen Ebene haben wir uns sofort dafür entschieden, die verdeckten Aktionen der Clinton-Regierung und andere Maßnahmen fortzuführen, um dieses Netzwerk wirksam zu bekämpfen. (DER STANDARD, Printausgabe, 9.4.2004)

  • Das Eingangsstatement von Condoleezza Rice als pdf-Datei.

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