Titelanwärter im Gleichschritt voran

13. April 2004, 14:47
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Austria-Mäzen Stronach als wenig begeisterter Zaungast in Südstadt - GAK mühte sich ab - Sturm von der Rolle - Salzburg erleichtert

Wien - Das Kopf an Kopf-Rennen von Austria und dem GAK geht auch auch nach der 29. Runde der T Mobile-Bundesliga weiter. Die beiden Titelanwärter kamen am Mittwoch jeweils zu 1:0-Siegen und liegen mit je 58 Punkten weiter gleichauf an der Spitze. In der Südstadt stand Austria-Mäzen Frank Stronach mit seinem Gang vom VIP-Klub hinter die Austria-Betreuerbank im Blickpunkt, im Schwarzenegger-Stadion behielt der GAK auch in numerischer Unterlegenheit gegen Bregenz die Oberhand.

Abseits der Meisterfrage gab es Heimsiege für die UEFA-Cup-Anwärter FC Superfund und Rapid. Sturm (0:3 in Pasching) und Mattersburg (0:2 in Wien-Hütteldorf) bleiben damit im Abstiegskampf involviert, wo Salzburg gegen Schlusslicht FC Kärnten zu einem glücklichen 3:2-Erfolg in der Nachspielzeit kam. Die Salzburger halten nun so wie Mattersburg bei 30 Zählern, Sturm folgt mit 27 Punkten und Kärnten hat 23 Punkte bei einem Spiel weniger aufzuweisen.

Energie-Anfall von Janocko

Ein Energie-Anfall von Janocko fixierte im Geduldspiel (Günter Kronsteiner) gegen die Admira den violetten Arbeitssieg (Lars Söndergaard). Vor der Pause war Mäzen Stronach von der Leistung des Meisters wenig angetan und unterhielt sich als Zaungast mit seinem Sportmanager. Kronsteiner meinte nach dem Spiel zum Inhalt des Gedanken-Austauschs: "Frank hat gemeint, dass Akoto zu weit von seinem Mann weg gestanden sei. Er bringt sich nun verstärkt ein, will viel wissen, wie trainiert wird etc. Wir tauchen uns immer wieder aus, ich nehme den einen oder anderen Rat von ihm auch gerne an." Schon vor dem Spiel war Stronach in die Austria-Kabine gekommen und hatte die Mannschaft angespornt.

Admira-Trainer Raschid Rachimow sah "eine bittere Niederlage, weil wir ein blödes Tor kassiert haben. Mit der Leistung bin ich zufrieden, mit dem Resultat nicht. Die individuelle Klasse eines Spielers hat entscheiden." Die Gedanken gingen aber auch schon über die Saison hinaus: "Für den Verein besteht die Möglichkeit, sich mit dieser Mannschaft in Zukunft nach oben zu orientieren. Es wäre schade, ginge alles den Bach runter. Die Entscheidung liegt bei der Vereinsführung."

GAK mühte sich ab

Auch der GAK hatte Mühe, kam aber so wie der Spitzenreiter zu drei harterkämpften Punkten. Ein Sionko-Treffer entschied gegen Bregenz zu Gunsten der Rotjacken, die ausgerechnet gegen die Vorarlberger ihre bisher letzte Niederlage erlitten hatten. Trotz Gelb-Rot für Muratovic vor der Pause brachten die Hausherren den Sieg über die Distanz und Walter Schachner freute sich "über die Cleverness der Mannschaft. Das hält uns im Titelkampf". Bregenz-Coach Regi van Acker war stolz, dass sich "unser Nachwuchs gegen den neuen österreichischen Meister super präsentiert hat."

Giresse beobachtete Mujiri

In Pasching bekam Frankreichs Ex-Europameister Alain Giresse, der Sturm-Regisseur David Mujiri für das georgische Nationalteam unter die Lupe genommen hatte, einen klaren 3:0-Sieg der Hausherren zu sehen. "Im Unterschied zu den vergangenen Runden haben wir diesmal unsere Chancen genützt", begründete Georg Zellhofer das Ende der Remis-Serie der Oberösterreicher. Sturm muss hingegen weiter zittern, Thomas Mandl formulierte es klar: "Wer jetzt noch nicht merkt, worum es geht, ist fehl am Platz."

Rapid-Viertelstunde Namen gerecht

Eine Rapid-Viertelstunde brachte im Hanappi-Stadion die Entscheidung und Andreas Ivanschitz stand dabei im Mittelpunkt. In seinem 100. Bundesligaspiel übernahm er von Steffen Hofmann, der mit einer Bauchmuskel-Verletzung ausgeschieden war, die Kapitänsschleife und war anschließend mit Assist und Torerfolg auch noch Matchwinner. Mattersburg-Coach Werner Gregoritsch bleibt zuversichtlich: "Wir denken nicht an den Abstieg. Wir müssen schauen, dass wir gegen unsere direkten Gegner Punkte machen."

Erleichterung in Salzburg

Im Duell der direkten Gegner entschied ausgerechnet ein Kärntner für Salzburg und gegen Kärnten: Jürgen Pichorner traf in der 93. Minute zum 3:2-Erfolg der Gastgeber. Dabei hatte zuvor Paul Scharner nach Brutalo-Tritt gegen seinen ÖFB-Teamkollegen Mario Hieblinger Gelb-Rot gesehen. "Die Enttäuschung ist riesengroß. Wir waren die bessere Mannschaft und haben mehr als unglücklich verloren. Aber wenn man nicht aufpasst bis zum Schluss, dann wird man bestraft", war Peter Pacult niedergeschlagen. Ein erleichterter Peter Assion gestand, "dass Kärnten optisch besser war und schöner kombiniert hat. Aber zu Chancen ist der Gegner nur aus Standardsituationen gekommen. Alles in allem ist unser Sieg verdient."(APA)

  • Kommt ein Osoinik geflogen...

    Kommt ein Osoinik geflogen...

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