Analysten würden Telekom-Übernahme durch Swisscom positiv sehen

16. April 2004, 10:21
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Merrill Lynch hält Kauf in nächster Zeit aber für unwahrscheinlich - Angebot aber weiter möglich, wenn TA zu 100 an Börse ist oder ÖIAG nur mehr Minderheit hält

Die international tätige Investmentbank Merrill Lynch würde eine allfällige Übernahme der österreichischen Telekom Austria (TA) durch die Schweizer Swisscom zwar als positiv für den Schweizer Ex-Monopolisten sehen, hält einen Kauf aber kurzfristig nicht für wahrscheinlich. Swisscom habe zwar wiederholt ihr Interesse an der TA betont, eine zweite Börsetranche der TA im Zuge der weiteren Privatisierung scheine derzeit aber wahrscheinlicher, heißt es in der jüngsten Analyse der Bank.

Eine allfällige Übernahme der TA würde die aktuell ineffiziente Kapitalstruktur der Swisscom stärken, sich positiv auf den Wert der Swisscom auswirken und Expansionsmöglichkeiten nach Osteuropa über das Know-How der TA eröffnen, meinen die Analysten.

Ein öffentliches Angebot der Swisscom für die TA bleibe aber auch dann noch "eine Möglichkeit", wenn die TA nach weiteren Börsetranchen zu 100 Prozent an der Wiener Börse notiert oder der 42,7-Prozent-Eigner ÖIAG seinen Anteil auf eine Minderheitsbeteiligung reduziert, so die Analysten.

Die Analysten empfehlen die Swisscom-Aktie in ihrer jüngsten Analyse übrigens zum Kauf. (APA)

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