Rekord in der Bronx: Neun Tage ohne Schießerei

12. April 2004, 11:38
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Längste schießfreie Periode innerhalb eines Jahrzehnts

New York - Die Bronx hat einen beachtlichen Rekord gemeldet: Neun Tage lang hat es in dem New Yorker Arme-Leute-Bezirk, der seit langem ein Synonym für Gewaltkriminalität ist, keine einzige Schießerei gegeben. "Das ist die längste schießfreie Periode innerhalb eines Jahrzehnts", berichtete am Donnerstag die Zeitung "New York Daily News".

1994 habe die Bronx innerhalb von neun Tagen zwischen Ende März und Anfang April noch 30 Schießereien mit zwölf Toten erlebt. Im vergangenen Jahr waren es im gleichen Zeitraum noch fünf. "In diesem Jahr null, das ist eine ganz erstaunliche Zahl", sagte Bürgermeister Michael Bloomberg bei der Vorstellung der jüngsten Verbrechensstatistik der Acht-Millionen-Metropole.

Insgesamt gab es in New York im Vergleich zum ersten Quartal 2001 rund 20 Prozent weniger Morde, in der Bronx rund 50 Prozent weniger. Ein Grund sei das viel härtere Durchgreifen der Polizei. Die Zahl der Verhaftungen wegen unerlaubten Waffenbesitzes stieg im Vergleich zu 2001 um rund 50 Prozent.

Mit dem Frieden in der Bronx war es allerdings nach neun Tagen wieder vorbei. In der Nacht auf Mittwoch wurden zwei Männer erschossen, und drei Männer erlitten in der Nacht auf Donnerstag bei einer Schießerei Verletzungen.(APA)

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