"Geschlecht nicht eindeutig erkennbar"

22. April 2004, 20:16
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Namensrecht: Augsburger Gericht verbietet Eltern, Mädchen "Nicola" zu nennen

Augsburg - Ein Augsburger Elternpaar darf seine Tochter nicht Nicola nennen. Dieses Urteil fällte in zweiter Instanz jetzt das Landgericht Augsburg (Aktenzeichen 4 T 5540/03) und bestätigte damit ein früheres Urteil des Amtsgerichtes. Zur Begründung gab das Gericht an, der Name Nicola sei in sämtlichen Namensbüchern sowohl als männlicher als auch als weiblicher Vornamen eingetragen. Nach dem deutschen Namensrecht müsse sich aus dem Vornamen aber eindeutig das Geschlecht der Person ergeben.

Die Eltern hatten den Vorschlag des Gerichts abgelehnt, das Mädchen "Nikola" zu nennen. Mit dieser Schreibweise wäre der Name nach Ansicht des Gerichts eindeutig einer weiblichen Person zuzuordnen. Das Kind war am 14. August 2003 geboren worden und ist seither ohne Namen. Wie sich die Eltern nunmehr entschieden haben, ist nicht bekannt. (APA/dpa)

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