Radfahren in Wien: Mehr Radwege aber auch mehr Diebstähle

12. April 2004, 21:50
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Nach Masterplan soll Wien zum Fahrradparadies werden - für diese Saison sind Verbesserungen geplant

Wien - Elf Kilometer Radwege konnte Wien im Jahr 1977 vorweisen. Momentan sind es rund 900 und 2006 sollen es bereits 1.000 Kilometer sein. Die Stadt hofft, damit den Anteil der Radfahrer am Verkehrsaufkommen von derzeit 4,5 auf acht Prozent steigern zu können, wie im Masterplan Verkehr 2003 festgelegt wurde.

Fahren gegen die Einbahn

Das Fahren gegen die Einbahn soll noch diese Saison konsequent freigegeben werden und Inlineskater dürfen Radwege benützen. Gelegenheitsradlern soll durch die Fortführung des "City-Bike"-Modells unter die Arme gegriffen werden.

An acht Stellen in der Stadt sind Zählgeräte montiert, die mit Radartechnik den Radverkehr messen. An der Messstation Westbahnhof wurden im Februar beispielsweise täglich 443 tapfere Winterradler gezählt.

Enorme CO2 Reduktion

Sollte es bis 2010 tatsächlich gelingen, acht Prozent des Verkehrs auf Rad zu übertragen, dürfte sich neben der Umwelt auch die Wirtschaft freuen. Nach Berechnungen der Stadt ergäben sich dadurch eine CO2-Reduktion von 71.000 Tonnen, was volkswirtschaftlich gesehen einer jährlichen Einsparungen von 51,6 Mio. Euro entspräche.

"Fahrradabstellanlagen"

Damit man in Wien nicht nur Rad fahren sondern auch Rad parken kann, läuft seit 1985 die Aktion "Fahrradabstellanlagen". Bisher wurden 7.834 davon über die Donaumetropole verteilt. Damals wurde übrigens auch die Notlösung für ermattete oder regennasse Pedalritter legalisiert und die Mitnahme des Fahrrades in der U-Bahn gestattet.

Fahrraddiebstahl

Der Wehmutstropfen: In Wien schnellte der Fahrraddiebstahl von 1999 bis 2003 von 4.623 auf ganze 8.895 Fälle, hat sich also knapp verdoppelt. (APA)

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