"Fritzpunkt zieht aus" als siebentägige Performance

16. April 2004, 21:16
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Zweijähriger theatraler Versuch zum "Festungsprojekt" von Marianne Fritz endet ab 19. April im Stadt Theater Wien

Wien - Seit 2002 arbeitet das Stadt Theater Wien (Anne Mertin und Fred Büchel) am Projekt "Fritzpunkt", einem "Verfahren, mit dem Werk der österreichischen Autorin Marianne Fritz umzugehen", wie es auf der Homepage des Theaters ( www.fritzpunkt.at) heißt. In einem Verkaufslokal in der Wiener Frankgasse 6 wurden bisher "zur üblichen Geschäftszeit" ausgewählte Texte der Autorin aus deren "Festungsprojekt" anhand von Lesungen, Vorträgen oder Aktionen "verhandelt". Nachdem das Projekt künftig nicht mehr von der Stadt Wien gefördert wird, macht das Stadt Theater Wien eine letzte siebentägige Veranstaltung: "Fritzpunkt zieht aus" (19. bis 25. April).

Komplexes Schreibvorhaben

Für das Stadt Theater Wien ist das "Festungsprojekt" der Marianne Fritz eines der "radikalsten und komplexesten Schreibvorhaben der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur". Weiter heißt es: "Das Projekt Fritzpunkt, das den Formenkanon des üblichen Theaters sprengt, versucht mit einem Text, der den Zerfall europäischer Kultur abbildet, gegen die populistische Beförderung und Akklamation ebendieses Zerfalls ein Zeichen zu setzen".

Nach dem die Stadt Wien die theatrale Versuchsreihe nicht weiter fördern wird, lädt das Stadt Theater Wien Interessierte ein, eine Woche lang an "Fritzpunkt zieht aus" teilzunehmen : "Ein Block Theater in sechs Vorwänden" (19. bis 24. April, jeweils 19 Uhr). Am letzten Tag schließt der Fritzpunkt in der Frankgasse mit einer "er-lesenen Veranstaltung", an der u. a. Karl Bruckschwaiger, Klaus Kastberger, und Ronald Pohl teilnehmen werden (25. April, 19 Uhr). (APA)

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