Markenpiraterie kostet Tausende Arbeitsplätze

16. April 2004, 10:27
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Hochburg China - Plagiate machen rund zehn Prozent des Welthandels aus

China hat sich nach Einschätzung von Experten zu einer Hochburg der Markenpiraterie entwickelt. "Produktpiraterie nimmt weltweit explosionsartig zu", sagte Volker Spitz, Vorsitzender der Vereinigung zur Bekämpfung von Produktpiraterie, in München. In China sei das Kopieren von T-Shirts, Jeans,DVDs, Spielwaren, Software oder Autoteilen zu einem eigenständigen, hochprofitablen Industriezweig geworden.

Druck

Die Europäische Union müsse Druck auf die Staaten ausüben, in denen besonders viel gefälscht wird. Dort müssten die gesetzlichen Voraussetzungen geschaffen werden, um gegen Markenpiraterie vorgehen zu können.

Tausende von Arbeitsplätzen

Die Schwemme gefälschter Markenprodukte kostet nach Einschätzung der Experten tausende von Arbeitsplätzen. Plagiate machten inzwischen zehn Prozent des Welthandels aus und zerstörten jährlich bis zu 70.000 Arbeitsplätze allein in Deutschland, sagte Spitz. Statistisch sei in Deutschland bereits jedes zwölfte Markenprodukt gefälscht.

Die Vereinigung rief auch die Verbraucher auf, auf den Kauf von billigen, aber offenbar gefälschten Markenprodukten zu verzichten. Zum Teil würden die Plagiate in Kinderarbeit hergestellt. Zudem seien beispielsweise bei gefälschten Medikamenten und Spielzeug die gesundheitlichen Risiken enorm. (Apa)

Nachlese

Raubkopien burning - Die BSA rief zum "Osterputz" und vernichtete illegale Software - Eine Ansichtssache

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