Erste Bank splittet Aktien im Verhältnis 1:4

20. April 2004, 11:40
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Split kommt mit Eintragung ins Firmenbuch Ende Juni - Aktie seit Börsengang 1997 um mehr als 180 Prozent gestiegen

Wien - Die börsenotierte Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen steht vor einem Aktiensplit im Verhältnis 1 zu 4. Seit mehr als drei Monaten notiert der Finanztitel beständig im dreistelligen Euro-Bereich. Bei dem Split, der auf der Hauptversammlung (HV) am 4. Mai beschlossen werden soll, treten an die Stelle einer Aktie künftig vier Aktien der Wiener Großbank.

Kapitalberichtigung

Der Aktiensplit erfolgt mit Eintragung ins Firmenbuch Ende Juni 2004, wie die Erste Bank am Donnerstag mitteilte. Um den geplanten Split zu vereinfachen, wird der Vorstand eine Kapitalberichtigung vorschlagen. Konkret soll damit ein "Spitzenausgleich" sowie eine Berechnung ohne Nachkommastellen vermieden werden, hieß es in einer Presseinformation der Ersten.

Die Kapitalberichtigung soll über eine Kapitalerhöhung aus Rücklagen abgewickelt werden, durch die das derzeitige Grundkapital der Bank von 435,63 auf 479,55 Mio. Euro steigen würde. "Da es zu keiner Ausgabe neuer Aktien kommt, entsteht keine Verwässerung der Anteile bestehender Aktionäre", wurde in der Erste Bank betont.

Erhöhung des Anteils

Die Kapitalberichtigung führt zu einer Erhöhung des Anteils der einzelnen Aktie am Grundkapital von derzeit 7,27 Euro auf 8 Euro. Dies, so erklärte die Erste Bank weiter, ermögliche den Aktiensplit im Verhältnis 1 zu 4, der nach Durchführung zu einem Anteil der einzelnen Aktie am Grundkapital von 2 Euro führt. Gleichzeitig mit dem Split erhöht sich die Anzahl der bestehenden Aktien - 59,944 Millionen Stück - um den Faktor 4.

Die Aktie der Erste Bank ist seit dem Börsengang 1997 um mehr als 180 Prozent von 44,33 Euro auf zuletzt 128,50 Euro (gestriger Schlusskurs) gestiegen.

Leichter handelbar

Mit dem Split soll die Erste Bank-Aktie, mit rund 20 Prozent Gewichtung größter Wert im Wiener Börsen-Leitindex ATX, optisch billiger und leichter handelbar gemacht werden. Hintergrund eines Aktiensplits ist stets, die Liquidität eines Wertes zu erhöhen. Erste Bank schlossen gestern mit 128,50 Euro auf einem neuen Rekordhoch. (APA)

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