Botschaftsangestellte soll mit US-Visa gedealt haben

11. April 2004, 16:45
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Für 345.000 Dollar 180 Fälschungen an kolumbianische Rebellen und Drogenhändler verkauft, so Klageschrift der Staatsanwaltschaft

Miami - Eine amerikanische Botschaftsangestellte in Mexiko-Stadt soll zwei Jahre lang gefälschte Visa haben. Für die etwa 180 gefälschten Visa soll die 49-Jährige mindestens 345.000 Dollar (285.100 Euro) kassiert haben, hieß es in der Klageschrift der Staatsanwaltschaft. Die Dokumente wurden am Dienstag bei einem Bundesgericht in Miami eingereicht.

Die Frau arbeitete demnach mit einem kolumbianischen Ehepaar zusammen, das Kontakte zu Drogenschmugglern und Rebellen der linksgerichteten Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) vermittelte. Die drei mutmaßlichen Komplizen wurden wegen Verschwörung, Bestechung und Visa-Betruges angeklagt. Alle drei kamen gegen Kaution frei. Der Anwalt der 49-Jährigen sagte, seine Mandantin werde sich gegen die Vorwürfe zur Wehr setzen. Die aus Nicaragua stammende US-Bürgerin ist mit einem Diplomaten verheiratet, der in der US-Botschaft in Nicaragua arbeitet. Die Ermittlungsbehörden kamen ihr mit Hilfe von Informanten auf die Spur. (APA/AP)

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