Safaripark Gänserndorf: Druck auf Masseverwalter

9. April 2004, 12:08
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"Angekündigter Verkauf von Tieren" als bisher "einziges Ergebnis" - Tierbetreuer arbeiten unentgeltlich

St. Pölten - Niederösterreichs Wirtschaftslandesrat Ernest Gabmann (V) erhöht in der Causa Safaripark Gänserndorf den Druck auf Masseverwalter Ferdinand Bruckner. Der Korneuburger Rechtsanwalt möge "die interessierte Öffentlichkeit" über die Pläne informieren, wie er "für die weitere Zukunft des Safariparks im Allgemeinen sowie für die ordnungsgemäße Haltung, Pflege und Betreuung der Tiere sowie für die Finanzierung dieser Aufgaben im Besonderen vorsorgen wolle", so Gabmann.

Tierverkauf

Der Landesrat wies in dem Brief auf Informationen hin, "dass Sie (Bruckner, Anm.) vergangene Woche die von der Österreichischen Zoo Organisation (OZO) im Safaripark Gänserndorf eingesetzte Tierbetreuungs GmbH ersucht haben, über die mit 8. Mai d.J. vereinbarte Frist hinaus für die Pflege und Betreuung der Tiere tätig zu bleiben". Gabmann schließt daraus, dass es dem Masseverwalter bisher "nicht gelungen ist, einen Interessenten für die Weiterführung des Safariparks zu gewinnen bzw. dass die von Ihnen zu diesem Zweck geführten Gespräche erfolglos geblieben sind". Das bisher "einzige Ergebnis Ihrer Tätigkeit" sei demnach "der angekündigte Verkauf von Tieren".

Keine Finanzierung: Tierbetreuer arbeiten unentgeltlich

Gabmann weiter: "Da Sie nun offensichtlich auf die weitere Tätigkeit der Tierbetreuungs GmbH angewiesen sind, um die fachlich ordnungsgemäße Haltung und Pflege der im Safaripark verbliebenen Tiere gewährleisten zu können, stellt sich die Frage, wie diese von Ihnen angestrebte Vorgangsweise finanziert werden soll. Die OZO hat die Aufgabe und Verantwortung der Tierbetreuung vor Ort, wie Ihnen bekannt ist, unentgeltlich und selbstlos übernommen." Der Landesrat erinnerte außerdem daran, dass die für erforderliche Sicherungsmaßnahmen sowie für die Pflege und Verpflegung der Tiere anfallenden Kosten "mit einem Betrag von 400.000 Euro weitgehend das Land Niederösterreich übernommen" habe. Zusätzliche Beiträge seien durch Spenden aufgebracht worden.(APA)

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