SCO verliert, steht aber trotzdem gut da

15. April 2004, 12:38
posten

Eine Forderung wurde abgelehnt, SCO kann sich nun aber auf den Rechtsstreit mit IBM und Novell konzentrieren

Das Verfahren des Linux-Distributors Red Hat gegen die SCO Group im US-Staat Delaware wird laut Gerichtsentscheidung so lange ruhen, bis der Prozess im US-Staat Utah geklärt ist. In Utah findet die Klage von SCO gegen IBM statt.

Red Hat stellte sich im vergangenen Jahr gegen die Aktionen von SCO und hat eine Strafanzeige gegen SCO eingereicht. Darin wurde gefordert unbegründete Attacken gegen das hauseigene Linux und die Integrität der Open-Source-Entwicklung zu unterlassen.

Kaum Nachteile

Mit dieser Entscheidung wurde eine Eingabe von SCO, das von Red Hat angestrengte Verfahren einzustellen, abgelehnt. Dennoch bringt die Einstellung des Verfahrens SCO kaum Nachteile, da sich die Firma nun auf den Rechtsstreit mit IBM und Novell konzentrieren kann.

Die SCO Group hatte im Vorjahr eine Milliarden-Klage gegen IBM eingebracht. Darin wird dem Computerriesen vorgeworfen, dass Linux-Produkte gegen das geistige Eigentum von SCO am Betriebssystem Unix verstoßen würden. In diesem Jahr hat die SCO schließlich mit zahlreichen Klagen gegen Linux-User begonnen. Verklagt wurden unter anderem der US-Autoteilehändler AutoZone sowie der US-deutsche Autokonzern DaimlerChrysler.(red)

Share if you care.